Kooperationsvertrag wird unterschrieben - Ziel: engere Verbindung von Forschung und Lehre
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), insbesondere ihre Philosophische Fakultät I, kooperieren künftig noch stärker mit den Kulturstiftungen in Sachsen-Anhalt (Stiftungen DessauWörlitz, Dome und Schlösser sowie Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz). Am Freitag unterzeichnen die Partner einen Kooperationsvertrag.
Die MLU und die beteiligten Stiftungen wollen zukünftig auf den sie interessierenden Feldern wie Denkmalpflege, Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte mit dem Ziel zusammenarbeiten, ihre Kapazitäten aufeinander abzustimmen, die Einrichtungen beider Vertragspartner optimal zu nutzen und eine enge Verbindung von Forschung und Lehre zu schaffen. Durch die Inanspruchnahme der beiderseitigen Sach- und Personalressourcen in gegenseitiger Kooperation bezwecken die Vertragspartner, die Forschung und Lehre vor allem auf den vorgenannten Gebieten zu fördern.
"Der Vertrag bezeugt das Interesse der Universität, sich an der Erforschung bedeutender Kulturstätten und Denkmale des Landes zu beteiligen, die in der Spitze als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt sind", sagt Uni-Rektor Wulf Diepenbrock. Andreas Ranft, Dekan der Philosophischen Fakultät I, erklärt: "Mit dem Vertrag ist es gelungen, über die grundlegende Kooperation der Kunstgeschichte und Archäologie mit den Landesstiftungen hinaus, das gesamte Potential der Philosophischen Fakultät auf den Bereichen der historischen Kulturwissenschaften und Sozialwissenschaften für die Zusammenarbeit zu öffnen und künftig nutzbar zu machen."
Die zukünftige Zusammenarbeit bezieht sich vor allem auf die Planung und Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben, die gemeinsame Drittmitteleinwerbung, die projektgebundene Zusammenarbeit, die Förderung von wissenschaftlichen Mitarbeitern der beteiligten Stiftungen des Landes Sachsen-Anhalt, die Herausgabe gemeinsamer Publikationen, den Austausch von wissenschaftlicher Literatur, Praktika für Studierende, die Nutzungsmöglichkeit der jeweiligen Fachbibliotheken sowie die gemeinsame Durchführung wissenschaftlicher und kultureller Veranstaltungen.
"Der Vertrag ist der Schlussstein in einem bereits aus vielfachen Aktivitäten und gemeinsamen Projekten bestehenden Gebäude, welches das Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas mit den Kulturstiftungen des Landes über die Jahre errichtet hat. Das zeigen gegenwärtig auch die Aktivitäten rund um den Magdeburger Dom, zum ernestineschen Wittenberg oder zur Einrichtung des Europäischen Romanikzentrums am Merseburger Dom", ist der Kunsthistoriker Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn überzeugt. "Der Vertrag wird der Festigung und dem weiteren Ausbau dieser Beziehungen dienen und vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu gute kommen."
Die Kooperationspartner verpflichten sich beispielsweise zur Mitwirkung am Aufbaustudiengang "Denkmalpflege" zur Erlangung eines Master of Science in Heritage Management und an den BA/MA-Studiengängen im Bereich Kunstgeschichte und Archäologien Europas.
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