Neue Großbaustelle in der Innenstadt, Straßenbahnen werden über Franckeplatz umgeleitet
Nur noch zwei Monate, dann gibt es im Herzen von Halle (Saale) eine neue Großbaustelle. Ab dem 12. April werden Hallorenring, Klausbrücke und die östliche Mansfelder Straße saniert. Auto- und Straßenbahnverkehr müssen dafür unterbrochen werden. Auch Fußgänger müssen zwischen Ankerstraße und Neuer Residenz Umwege in Kauf nehmen.
In einem ersten Bauabschnitt sollen zunächst die Klausbrücke für 2 Millionen Euro durch einen Neubau ersetzt werden. Erhalten bleibt lediglich das denkmalgeschützt Gewölbe. Darüber wird eine Betonplatte aufgebracht. Sie soll den Verkehrsbedürfnissen der Zukunft gerecht werden. Im November soll dann die neue Brücke stehen.
Für 3,8 Millionen Euro wird der Hallorenring zwischen Klausbrücke und Hallmarkt saniert. Die Gerbersaale soll für die Arbeiten trockengelegt werden. Allerdings werden sich die Gewölbe bei Regenfällen trotzdem mit Wasser füllen. Um eine Gefahr für die Bauarbeiter auszuschließen, muss deshalb die Baustelle bei steigendem Wasserpegel geräumt werden. Bei Untersuchungen hatte sich herausgestellt, dass die Gewölbe aus dem Jahr 1895 stark einsturzgefährdet sind. Das Gewölbe erhält dabei eine neue Betonschale, die Arbeiten werden in geschlossener Bauweise durchgeführt, so die Stadtverwaltung auf Nachfrage von HalleForum.de. Für das kommende Jahr ist auch der Ausbau zwischen Hallmarkt und Glauchaer Platz für 3,4 Millionen Euro vorgesehen. Dafür steht die Finanzierung aber noch nicht
Gebaut wird aber auch in der Mansfelder Straße. Die HAVAG wird zwischen Klausbrücke und Schieferbrücke die Gleise auswechseln. Zudem soll die Haltestelle Ankerstraße behindertengerecht umgebaut werden. Auch der marode Straßenbelag wird ausgebessert. Daneben erneuern Versorgungsunternehmen ihr Leitungsnetz. Rund 4,3 Millionen Euro werden investiert. Baustart ist ebenfalls für April 2010 vorgesehen, im Dezember sollen die Arbeiten beendet sein.
Im März wird die HAVAG am Franckeplatz vor dem Cafe Hopfgarten zusätzliche Weichen einbauen, damit Straßenbahnen aus der Rannischen Straße in Richtung Moritzzwinger abbiegen können. Ab 12. April tritt dann der neue Fahrplan der HAVAG in Kraft. Die Tramlinien 2, 5, 10 und 94 fahren über Franckeplatz und Glauchaer Platz. “Der kleine Umweg von/nach Neustadt über den Glauchaer Platz kostet die Fahrgäste lediglich drei Minuten zusätzliche Fahrzeit”, so HAVAG-Sprecherin Corinne Richert. Bis Dezember werden die Haltestellen Hallmarkt und Ankerstraße von der Straßenbahn nicht bedient. Die Nachtbuslinien 91 und 97 können den Hallmarkt hingegen weiterhin anfahren. Eine Umleitung gilt auch für die Linie 11. Sie fährt zwischen den Haltestellen Taubenstraße und Saline ebenfalls in beiden Richtungen über den Franckeplatz und Glauchaer Platz und bedient den Marktplatz nicht.
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