Hallesche Fechter vom TSG planen Kooperation mit Frankreich
Welche internationale Anerkennung der Fechtsport in Halle besitzt, ist hinreichend bekannt. Mit dem „Internationalen Händel-Cup“, seines Zeichens Kadetten-Weltcup im Herrenflorett oder dem „Internationalen König-Pokal“, hat die TSG Halle-Neustadt weltweit „Duftmarken“ gesetzt.
Ob in der Schweiz, Großbritannien oder dem fernen Japan, nicht nur als Stadt der Kultur hat sich Halle herum gesprochen. Nun gehen auch die TSG-er neue Wege. Schon vor Wochen nahm man gemeinsam mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft (Halle) Kontakt zur Partnerstadt Grenoble auf. Mit dem Fechtclub GUC-Escrime wurden erste Sondierungsgespräche für gemeinsame Kooperationen geführt. Nun wollen die TSG-Fechter Taten folgen lassen. Vom 12.02.-14.02.2010 weilt eine Abordnung des Fechtcentrums Halle für drei Tage in der Departements- Hauptstadt in den Alpen. Neben offiziellen Vertretern des Fechtsports stehen aber die Athleten selbst im Mittelpunkt. Vier Florettspezialistinnen, unter ihnen Diana Schulz, erfolgreichste Fechterin Sachsen-Anhalts, stehen in Grenoble beim renommierten „FLEUR'ISÈRE“ im Damenflorett auf der Planche.
„Frankreich ist als eines der Kernländer des Fechtsports wohl jedem bekannt. Für uns ist es daher auch sportlich gesehen von großem Interesse, die Kontakte nach Grenoble zu vertiefen. Ich denke, wir können dort einiges lernen“, erklärt vorab Thomas Riedel, Fachverbandspräsident Sachsen-Anhalts und selbst einst erfolgreicher Fechter. Es werden sicher ereignisreiche Tage, geprägt von offiziellen Kontakten und sportlichem Kennenlernen. „Ein offizieller Empfang durch die Stadtverwaltung ist ebenso geplant, wie gemeinsames Training im Verein“, informiert Florence Bruneau-Ludwig, Mitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft und einer der Initiatorinnen der Partnerschaft vorab.
Dass die TSG-erinnen auch in Frankreich fechterisch mithalten können, bewiesen Diana Schulz und Vereinskollegin Ulrike Riedel bereits in der Vergangenheit. Beim stark besetzten Damenflorett-Weltcup in Marseille fochten sich beide nicht nur unter die Top 32, sie ließen gar die deutsche Fecht-Elite hinter sich. Mit ihnen werden mit Nadine Glasenapp und Lena Lärm zwei Nachwuchsfechterinnen in Grenoble an den Start gehen. „Einfach wird es für die Mädchen nicht. Aber sie werden sich der Herausforderung stellen“, fügt Thomas Riedel, der als Delegationsleiter fungieren wird, hinzu.
Die TSG-er und ihre französischen Kollegen planen jedoch bereits heute für die Zukunft. So sollen in Grenoble die Weichen für gemeinsame Turnierteilnahmen in Halle gestellt werden. „Vieles ist möglich. Ob gemeinsame Trainingslager, Trainerweiterbildungen oder ein Sportleraustausch. Wir werden vor Ort gemeinsam beraten, welche Formen der Partnerschaft wir in den kommenden Jahren realisieren können“, so Riedel abschließend.
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