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Halle (Saale), 12.10.2009 00:30 Drucken : Empfehlen : Kommentar schreiben/lesen (5)

Intecta und die Medienkunst im Kaufhaus

Stichwörter: Intecta Ausstellung

Festivalstart im ehemaligen Möbel-Beratungshaus, an 8 weiteren Orten in Halle (Saale) gibt es deutsche Premieren, 3000 Besucher zum Auftakt

(una) Im ehemaligen Ost-Ausstellungshaus Intecta ist, wenn auch (noch) nicht von Dauer, wieder Leben eingezogen. Seit 108 Jahren steht das Denkmalgeschützte Haus in der Großen Ulrichstraße, es hat schon bessere Zeiten erlebt. War es anfangs ein Kaufhaus, wurde es zu DDR-Zeiten ein „Ausstellungshaus“. Denn bis vor 20 Jahren befand sich dort die „Ausstellung“ von Schrankwänden und anderen Einrichtungsgegenständen für den DDR-Bürger. Es wurde zwar Einrichtungshaus genannt, aber einfach kaufen war damals nicht. Jedenfalls nicht wie heutzutage üblich. Was dort stand waren nur so genannte „Beratungsmuster“. Beziehung, Zufall oder Glück waren von Nöten. Seit vielen Jahren steht das Gebäude aber leider leer. Im Januar 2001 wurde das Haus nun von einer GmbH aus Halle ersteigert, unter andern sollte dort ein Ladengeschäft von "Living Tools" dort mit einziehen.

Nun hat es wieder eine ähnliche Funktion, es ist wieder ein Ort der Ausstellung. Vom groben Dreck befreit konnte am Freitag das Europäische Medienkunstfestival .move in den ehrwürdigen Haus eröffnet werden. An die 200 Besucher waren zur Vernissage gekommen. Am gesamten Eröffnungswochenende waren es insgesamt 3000 Besucher.

Videoinstallationen und eine Performances waren zu sehen, aber das war nur der Auftakt zu vielen weiteren Veranstaltungen. Denn insgesamt 21 Medienkünstler werden bis zum 25. Oktober an acht weiteren Ausstellungsorten der unterschiedlichsten Art ihre Werke zeigen. Es sind Galerien oder auch so genannte Szene-Orte. Und, so der Wunsch des Veranstalters, „Die Besucher werden aufgefordert, die Ausstellung in Spaziergängen zu erkunden.“ Und wandern muss man schon um alle Orte zu “erleben“.
Neben dem Intecta, wo sich das Informationszentrum befindet, sind es
- die Stiftung Moritzburg am Friedemann-Bach-Platz 5
- die Galerien dieschönestadt, Am Steintor 19
- archcouture-Galerie in der Großen Ulrichstraße 27
- Raum HELLROT im Mühlweg 22, Eingang Bernburger Straße
- format- filmkunstverleih in der Geisstraße 42
- Turnhalle des Volksparks, Burgstraße 27
- das Gärtnerhaus der Burg Giebichenstein, Seebener Straße 2
- Riff .move Club, Große Ulrichstraße 50





Hintergrundinformationen zum Werkleitz Festival .move auf Seite 2

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