Astronomisch Himmlisches zum Schulanfang, Planetarium und Peißnitzexpress hatten eingeladen
(una) Am Samstag wurde an vielen Orten Einschulung gefeiert. Zu einer der nicht alltäglichen Orte für solch eine Feier dürfte wohl das Planetarium auf der Peissnitzinsel in Halle (Saale) zählen. Rund 40 Personen mit ihren ABC – Schützen waren der Einladung gefolgt. Und mit dem Kombiticket wurde auch viel geboten.
Begonnen wurde mit einem spannenden Vortrag unter dem Kuppeldach des Planetarium: 3 Sternchen für die Zuckertüte. Gunter Helmer vom Astro-Verein wusste die Antworten auf solche interessante Fragen wie: Weshalb ist ein Sommerabend so schön warm und lang? Was bedeutet Tagundnachtgleiche und welche Sterne sieht man in einer Polarnacht? Wo versinkt die Sonne, und was hat die Himmelsscheibe von Nebra damit zu tun? Und: Gibt es am Sternhimmel auch eine „Zuckertüte“? Alle Erstklässler erhielten außerdem eine astronomische Zuckertüte mit galaktischem Inhalt.
Im Anschluss führte und entführte Gunter Helmer seine kleinen Gäste in die Welt der Teleskope. Auf dem Dach konnten die Kinder durch ein kleines, für sie aber doch schon sehr großes Fernrohr schauen. Und dann ging es unter die Kuppel zu dem großen Coudé- Teleskop. Die Kinder waren begeistert von der Technik. Das Teleskop wurde auf die Sonne ausgerichtet und konnte dann auf einem Blatt Papier projiziert beobachtet werden. Und gelernt haben sie dabei: nie mit einem Fernrohr direkt in die Sonne sehen. Und sie glaubten Ihm, als Herr Helmer mit dem Blatt Papier effektvoll Rauchfahnen aufsteigen ließ.
Nach einer kleinen kulinarischen Stärkung mit frischem selbstgebackenem Kuchen ging es als Abschluss noch zum Peißnitzexpress. Die Parkeisenbahn lud zu einer schönen Rundfahrt durch den einzigartigen Auenwald über die Peißnitzinsel auf seinem fast 2 Kilometer langen Rundkurs ein.
Anmerkung zum Planetarium
Das Planetarium ist inzwischen seit 31 Jahren ein Ort der Bildung für große und kleine Himmelsfreunde. Aber auch viele andere Veranstaltungen mit nicht unbedingtem astronomischen Hintergrund fanden dort statt. Vieles ist nicht mehr Zeitgemäß wie die sanitäre Einrichtung. Aber auch anderes wie die Bestuhlung des Planetariums ist verschlissen und muss erneuert werden. Ein Stuhl kostet rund 300 Euro, 80 Stühle werden benötigt. Dafür werden Spender gesucht. Mehrere Tausend Euro sind bereits zusammengekommen, die Summe ist aber noch vierstellig. Jede kleine Sesselspende hilft, aber auch komplette Stuhlpatenschaften können übernommen werden. Mehr Informationen unter Weiterführende Links.
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