Entwürfe für Briefköpfe vorgestellt, Ausschüsse haben keine Entscheidungsgewalt
Am Mittwoch hat sich der Kulturausschuss mit dem neuen Logo der Stadt Halle (Saale) beschäftigt. Die Stadtmarketing GmbH hatte das Logo im Rahmen eines Wettbewerbs unter Werbeagenturen in Auftrag gegeben.
Wirtschaftsdezernent Wolfram Neumann stellte in der Sitzung noch einmal klar: „Die Entscheidung ist gefallen.“ Auf Nachfragen der Räte nach Einbindung erklärte er, „Sie sollen nicht entscheiden, sondern ich informiere Sie.“ Die Stadträte hätten mit dem Gründungsbeschluss zur Stadtmarketing GmbH den Auftrag erteilt, eine Marke zu entwickeln, so Neumann.
Er stellte im Ausschuss auch die künftigen Briefköpfe der Verwaltung vor. Diese wird ebenfalls das neue Logo enthalten. Allerdings wird in der Mitte des Briefkopfes das stilisierte Wappen des bisherigen „Halle – Die Stadt“-Logos prangen.
Mehrere Räte machten in der Sitzung deutlich, dass sie sich weder mit der Einführung des neuen Logos noch mit der Gestaltung der neuen Briefköpfe zufrieden geben. „So einfach ist es nicht uns zu sagen ‚das ist es’“, erklärte Ulrike Wünscher (CDU). Zwar seien bei „diesem sensiblen Problem Fakten geschaffen“ worden, so Rudenz Schramm (Linke), mit dem Entwurf könne man aber Leben. Sein Fraktionskollege Olaf Sieber hingegen nannte den Entwurf „völlig indiskutabel“.
Auf Nachfrage von HalleForum.de sagte Neumann, es werde nun einen Runderlass zur Einführung geben. Zuvor wolle er aber noch einmal Experten über das Layout der Briefköpfe schauen lassen.
Durch einige Stadträte wurde angedeutet, im nächsten Stadtrat einen Antrag zur Beibehalten des alten Logos zu stellen. Davor warnte Neumann. Die Gesellschafter des Stadtmarketings würden das Logo trotzdem nutzen. Nur die Stadt würde dann mit einem anderen Erscheinungsbild auftreten.

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