
Am 24. Oktober wird in Halle die erste mitteldeutsche Graffitistudie der Öffentlichkeit präsentiert, Bürgerversammlung Glaucha am 20. Oktober
(ens) 2.232 Anzeigen, 1.200 gefasste Verdächtige und gerade mal zwei Verurteilte – das ist die Bilanz zu illegalen Graffitischmiereien in Halle (Saale). Die Saalestadt gilt mittlerweile als Graffiti-Hochburg Mitteldeutschlands, jedes zweite Haus ist „verziert“. Landesweit werden jährliche Schäden von 5 Mio Euro durch die Sprühereien angerichtet.
In der Stadtverwaltung weiß man um das Problem, ein Mitführverbot für Spraydosen wird in Betracht gezogen. Mit einem sogenannten „Insel-Konzept“ will Innendezernent Bernd Wiegand das illegale Sprayen in den Griff bekommen und eindämmen. In Zusammenarbeit mit der Stadtwirtschaft sollen Graffitis an städtischen Gebäuden in der Innenstadt umgehend entfernt werden. Das Glaucha-Viertel zwischen Steinweg, Hochstraße, Saale und Torstraße wurde zur graffitifreien Zone erklärte, erste Reinigungsaktionen fanden bereits statt.
Am 20. Oktober findet eine Einwohnerversammlung für die Bewohner des Stadtgebietes Glaucha in der Aula des Georg-Cantor-Gymnasiums zu den Themen "Graffitifreies Glaucha" und "Neue Chancen für Glaucha als Teil der Internationalen Bauausstellung" statt. Ab 16 Uhr stehen Mitarbeiter von Firmen, die sich mit Graffiti-Entfernung befassen, als Ansprechpartner zur Verfügung.
Am 24. Oktober wird in der Hauptpost bei der Halleschen Wohnungsgesellschaft HWG die erste Mitteldeutsche Graffitistudie vorgestellt. Ab 15 Uhr kann mit den Autoren über ihr Werk „Graffiti kontrovers“ diskutiert werden.
Die Anforderung dieser Druckversion erfolgte am: 11.03.2010 16:35
Den Originaltext finden Sie unter folgender URL: http://www.halleforum.de/go/16815