Aktuelles
Halle setzt Zeichen gegen Rechtsextremismus
geschrieben am: 13.02.2008 20:44

Rund 200 Menschen demonstrieren gegen NPD-Mahnwache

bildbildbild

Am 13. Februar 1945 wurde die sächsische Landeshauptstadt Dresden im II. Weltkrieg von britischen und amerikanischen Bombern in Schutt und Asche gelegt. Mitglieder der rechtsextremen Partei NPD und der Jungen Nationalisten wollten das Datum am Mittwoch mit einer Mahnwache für sich instrumentalisieren.

In einer vor zwei Tagen spontan ins Leben gerufenen Gegendemonstration "Halle zeigt Gesicht - gegen rechtsradikale Geschichtsverfälschung - für Weltoffenheit und Demokratie" haben rund 200 Hallenser den 16 Rechtsextremisten gezeigt, was sie von ihrer Ideologie halten und der NPD die rote Karte gezeigt. Mit Trommeln und Musik machten die Gegendemonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam. Bereits zu Beginn hatte sich die Kundgebung vor die Mahnwache und so das Blickfeld zugestellt.

Unter den Gegendemonstranten waren auch zahlreiche Vertreter aus der halleschen Stadtpolitik, unter anderem von SPD, DIE LINKE, Bündnis90/Grüne, NEUES FORUM und CDU. Ein Vertreter aus dem Rathaus äußerte sich zufrieden damit, dass sich trotz der Kurzfristigkeit viele Menschen den Protesten angeschlossen haben.

Um Zwischenfälle zu vermeiden, waren 70 Polizeibeamte im Einsatz. Gegen 20 Uhr lösten sich Mahnwache und Gegendemo auf.


Die Anforderung dieser Druckversion erfolgte am: 09.09.2010 16:32
Den Originaltext finden Sie unter folgender URL: http://www.halleforum.de/go/12101