Donnerstag, 17. Mai 2012
Halle (Saale), 15.08.2008 17:00 | eseppelt |
Städtisches Leben
Parkwahn im Charlottenviertel in Halle (Saale)
(ens) Verwirrung herrscht zur Zeit um eine Neureglung der Parkflächen im Charlottenviertel in Halle (Saale). Grund sind gesetzliche Änderungen aus dem Jahr 2002, die jetzt umgesetzt wurden. Bereits vor drei Wochen hatte HalleForum.de deshalb bei der Stadtverwaltung nachgefragt, erhielt nur eine kurze Antwort. Ausführlicher wurde man heute nach einer erneuten Nachfrage. Die vom Gesetz vorgeschriebene Regelung sieht demnach vor, dass tagsüber mindestens 50% und nachts mindestens 25% der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum für die Allgemeinheit verfügbar gehalten werden. Damit sollen zum Beispiel Kunden von Geschäften oder Patienten von Arztpraxen die Möglichkeit haben, einfacher einen Parkplatz zu finden. Zum 1. August hat die Stadt deshalb die neue Parkregelung eingeführt und die Anwohner eine Woche vorbei per Flyer informiert.
Doch die Neuregelung stößt vor allem bei Besitzern eines Bewohnerparkausweises auf Widerstand. In Briefen machen Sie nun ihrem Unmut Luft. Immerhin müssen sie dafür 30,70 Euro im Jahr zahlen und dürfen mit der vor zwei Wochen eingeführten Änderung in vielen Straßen nur noch zwischen 18 und 8 Uhr parken, müssten sonst einen Parkschein ziehen oder kassieren ein Knöllchen über mindestens 5 Euro. Der Anwohnerparkausweis begründe nicht den Anspruch auf einen wohnungsnahen Stellplatz im öffentlichen Straßenraum, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. Immerhin aber konnte die Stadt das vor Ort herrschende Gerücht aus dem Weg räumen, man dürfe generell nur von 18 bis 8 Uhr parken. So dürfe man in der Parkstraße den ganzen Tag über sein Autos als Bewohner abstellen.
Dort verteidigt man das Vorgehen. Die Zahl der reinen Bewohnerstellplätze sei von 89 auf 141 erhöht wurden, so die Stadt. Diese würden nun allerdings stärker räumlich gebündelt im nördlichen Teil des Charlottenviertels liegen. Dadurch könnten Fußwege von bis zu 150m zum Fahrzeug entstehen. "Dies gilt jedoch als ortsüblich und zumutbar", so ein Stadtsprecher zum HalleForum. Und eine Sprecherin der Verwaltung sagte uns bereits vor einigen Tagen, "Für die Anwohner verbessert sich die Parksituation darüber hinaus in den Abend- und Nachtstunden durch die Nutzung des Parkplatzes von EnviaM." Anwohner, die auch tagsüber einen Parkplatz benötigen, sollten eine private Stellplatzanmietung in Erwägung ziehen, so die Stadt weiter, oder einen weiter entfernt liegenden Parkplatz nutzen.
Und auch in anderen Vierteln, zum Beispiel am Stadtpark, im Uni-Viertel oder am Kirchtor müssten die Regelungen angepasst werden. Dies soll sukzessive in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Daneben sollen nach und nach im gesamten Innenstadtgürtel die Parkflächen bewirtschaftet werden oder anteilig für Anwohner zur Verfügung stehen. Doch wegen der Haushaltslage ist an eine sofortige Umsetzung nicht zu denken.
Doch die Neuregelung stößt vor allem bei Besitzern eines Bewohnerparkausweises auf Widerstand. In Briefen machen Sie nun ihrem Unmut Luft. Immerhin müssen sie dafür 30,70 Euro im Jahr zahlen und dürfen mit der vor zwei Wochen eingeführten Änderung in vielen Straßen nur noch zwischen 18 und 8 Uhr parken, müssten sonst einen Parkschein ziehen oder kassieren ein Knöllchen über mindestens 5 Euro. Der Anwohnerparkausweis begründe nicht den Anspruch auf einen wohnungsnahen Stellplatz im öffentlichen Straßenraum, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. Immerhin aber konnte die Stadt das vor Ort herrschende Gerücht aus dem Weg räumen, man dürfe generell nur von 18 bis 8 Uhr parken. So dürfe man in der Parkstraße den ganzen Tag über sein Autos als Bewohner abstellen.
Dort verteidigt man das Vorgehen. Die Zahl der reinen Bewohnerstellplätze sei von 89 auf 141 erhöht wurden, so die Stadt. Diese würden nun allerdings stärker räumlich gebündelt im nördlichen Teil des Charlottenviertels liegen. Dadurch könnten Fußwege von bis zu 150m zum Fahrzeug entstehen. "Dies gilt jedoch als ortsüblich und zumutbar", so ein Stadtsprecher zum HalleForum. Und eine Sprecherin der Verwaltung sagte uns bereits vor einigen Tagen, "Für die Anwohner verbessert sich die Parksituation darüber hinaus in den Abend- und Nachtstunden durch die Nutzung des Parkplatzes von EnviaM." Anwohner, die auch tagsüber einen Parkplatz benötigen, sollten eine private Stellplatzanmietung in Erwägung ziehen, so die Stadt weiter, oder einen weiter entfernt liegenden Parkplatz nutzen.
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