Donnerstag, 17. Mai 2012
Halle (Saale), 21.10.2008 02:50 | eseppelt |
Internationale Bauausstellung IBA 2010
Glaucha und die Bauausstellung
(ens) "Balanceakt Doppeltstadt” - und diesem Thema stehen die Projekte der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 in Halle (Saale). An insgesamt sechs Standorten finden Projekte statt, so der Bau einer Skaterbahn in Neustadt, die Umgestaltung am Tulpenbrunnen oder die Tunnelaufwertung am Waisenhausring. Und auch das Stadtviertel Glaucha ist mit einem eigenen IBA-Projekt dabei. Was hier geplant ist, wurde am Montagabend in der Aula des Georg-Cantor-Gymnasiums erläutert.
Glaucha - eines der problematischsten Viertel. 30 Prozent aller Wohnungen stehen hier leer. Immer mehr Häuser verfallen. "Verwahrlosungstendenzen” nennt IBA-Koordinator Steffen Fliegner das. Auch soziale Probleme bringe diese Situation mit. Doch Fliegner sieht auch viele Vorteile in dem Viertel, das einst eine eigenständige Stadt war. Die Nähe zur Innenstadt biete beispielsweise sei gerade vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft ideal. Und auch die Nähe zur Saale könne verlockend werden.
Erste Häuser im Viertel wurden bereits schmuck saniert. Doch viele Hauseigentümer schrecken auch zurück, sehen keine Chancen einer Vermietung. Ein Problem, dass ein Hausbesitzer aus der Jacobstraße deutlich machte. Für viel Geld habe er sein Haus saniert. Doch weil sich die umliegenden Häuser in einem jämmerlichen Zustand befinden, bekomme er seine Wohnungen nicht vermietet.
Und genau hier will die Stadt ansetzen. Bereits seit Mai ist Eigentümermoderator Gernot Lindemann tätig. Er nimmt Kontakt zu den Hauseigentümern auf und kann bereits erste Erfolg vorweisen. Zu 30 Objekten seien bereits Kontakte geknüpft worden. Gemeinsam stelle man nun Förderanträge. Und Fliegner zeigte sich überzeugt, dass bereits im Frühjahr 2009 erste Baumaschinen vorrollen. Am Ende soll Glaucha wieder attraktiver werden, zum Beispiel für Studenten der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, die hier gute Atelierräume finden könnten.
Dieser Tage beginnen auch die Abbrucharbeiten für das Hochhaus "Steg 5” (HalleForum.de berichtete). Hier soll einmal die Saaleklinik entstehen. Auf dem Gelände des ersten, bereits abgerissenen Hochhauses, wird im November der erste Spatenstich gesetzt. Der Gebäudekomplex soll in seiner Höhe die Bauten am Moritzzwinger nicht überragen. Zudem wird er so gestellt, dass Sichtachsen zwischen Propstei und Georgenkirche geschaffen werden. Das letzte verbliebene Hochhaus steht zwar auch auf der Abriss-Agenda. Geld dafür ist aber nicht da, so dass durch den Vermieter HWG derzeit auch noch Wohnungen vermietet werden. Frühestens 2010 oder 2011 sei wieder an einen Abriss zu denken.
Vermisst wurden von den Anwohnern Einkaufsmöglichkeiten im nordwestlichen Teil. Seit der Schließung des Kondi-Marktes befinde sich der nächste Supermarkt an der Torstraße und sei für ältere Menschen zu Fuß durch den langen Weg schwer zu erreichen.
Mit einem "Entdeckertag" am 25. Oktober will sich der Stadtteil den Hallensern vorstellen. Mehr zum Programm finden Sie hier
Glaucha - eines der problematischsten Viertel. 30 Prozent aller Wohnungen stehen hier leer. Immer mehr Häuser verfallen. "Verwahrlosungstendenzen” nennt IBA-Koordinator Steffen Fliegner das. Auch soziale Probleme bringe diese Situation mit. Doch Fliegner sieht auch viele Vorteile in dem Viertel, das einst eine eigenständige Stadt war. Die Nähe zur Innenstadt biete beispielsweise sei gerade vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft ideal. Und auch die Nähe zur Saale könne verlockend werden.
Erste Häuser im Viertel wurden bereits schmuck saniert. Doch viele Hauseigentümer schrecken auch zurück, sehen keine Chancen einer Vermietung. Ein Problem, dass ein Hausbesitzer aus der Jacobstraße deutlich machte. Für viel Geld habe er sein Haus saniert. Doch weil sich die umliegenden Häuser in einem jämmerlichen Zustand befinden, bekomme er seine Wohnungen nicht vermietet.
Und genau hier will die Stadt ansetzen. Bereits seit Mai ist Eigentümermoderator Gernot Lindemann tätig. Er nimmt Kontakt zu den Hauseigentümern auf und kann bereits erste Erfolg vorweisen. Zu 30 Objekten seien bereits Kontakte geknüpft worden. Gemeinsam stelle man nun Förderanträge. Und Fliegner zeigte sich überzeugt, dass bereits im Frühjahr 2009 erste Baumaschinen vorrollen. Am Ende soll Glaucha wieder attraktiver werden, zum Beispiel für Studenten der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, die hier gute Atelierräume finden könnten.
Dieser Tage beginnen auch die Abbrucharbeiten für das Hochhaus "Steg 5” (HalleForum.de berichtete). Hier soll einmal die Saaleklinik entstehen. Auf dem Gelände des ersten, bereits abgerissenen Hochhauses, wird im November der erste Spatenstich gesetzt. Der Gebäudekomplex soll in seiner Höhe die Bauten am Moritzzwinger nicht überragen. Zudem wird er so gestellt, dass Sichtachsen zwischen Propstei und Georgenkirche geschaffen werden. Das letzte verbliebene Hochhaus steht zwar auch auf der Abriss-Agenda. Geld dafür ist aber nicht da, so dass durch den Vermieter HWG derzeit auch noch Wohnungen vermietet werden. Frühestens 2010 oder 2011 sei wieder an einen Abriss zu denken.
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