Donnerstag, 17. Mai 2012
Halle (Saale), 07.11.2008 05:45 | eseppelt |
Soziales
Heimkinder kein Sparziel mehr
(ens) Vor gut einem Jahr ging die Stadt Halle (Saale) wegen einer umstrittenen Dienstanweisung durch die bundesweiten Medien. 4 Millionen Euro wollte die Stadt bei den Hilfen zur Erziehung (HzE) einsparen, die rund 300 Heimkinder zurück in ihre Familien schicken. Nach öffentlichem Druck wurde die Dienstanweisung zurückgenommen. Doch das Sparziel von 4 Millionen Euro galt, auch wenn mehrere Stadträte die Erfüllbarkeit anzweifelten.
Ihre Befürchtungen bewahrheiteten sich sowohl im letzten als auch im aktuellen Jahr, die Kosten sind erneut deutlich höher als die Stadt im Haushaltsplan eingestellt hat. 1,8 Millionen Euro muss die Stadt in diesem Jahr mehr zahlen. Doch nun hat man offenbar auch in der Verwaltung eingesehen, dass betreuungsbedürftige Kinder kein berechenbares Sparziel sind. Die Kürzungen für das nächste Jahr werden deshalb zurückgenommen, die alten Zuschüsse wieder zur Verfügung gestellt. Dies dürfte einer Abkehr des durch Klaus Roths Start gGmbH entwickelten Fachkonzepts gleich kommen.
Unterdessen hat die Stadt weiterhin mit steigenden Betreuungszahlen zu kämpfen. Insgesamt 1.012 Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familien werden durch Einrichtungen und Sozialarbeiter betreut. Im letzten Jahr waren es im Durchschnitt 991, ein Jahr zuvor 970. In Heimen sind derzeit 344 Kinder untergebracht, die Zahlen liegen im Mittel der letzten Jahre. Die Stadt begründet die Steigerung der Gesamtbetreuungsfälle vor allem mit der aktuellen Medienberichterstattung über misshandelte Kinder, Nachbarn würden genauer hinschauen. Pro Fall zahlt die Stadt derzeit durchschnittlich 1834,72 Euro.
Ihre Befürchtungen bewahrheiteten sich sowohl im letzten als auch im aktuellen Jahr, die Kosten sind erneut deutlich höher als die Stadt im Haushaltsplan eingestellt hat. 1,8 Millionen Euro muss die Stadt in diesem Jahr mehr zahlen. Doch nun hat man offenbar auch in der Verwaltung eingesehen, dass betreuungsbedürftige Kinder kein berechenbares Sparziel sind. Die Kürzungen für das nächste Jahr werden deshalb zurückgenommen, die alten Zuschüsse wieder zur Verfügung gestellt. Dies dürfte einer Abkehr des durch Klaus Roths Start gGmbH entwickelten Fachkonzepts gleich kommen.
Unterdessen hat die Stadt weiterhin mit steigenden Betreuungszahlen zu kämpfen. Insgesamt 1.012 Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familien werden durch Einrichtungen und Sozialarbeiter betreut. Im letzten Jahr waren es im Durchschnitt 991, ein Jahr zuvor 970. In Heimen sind derzeit 344 Kinder untergebracht, die Zahlen liegen im Mittel der letzten Jahre. Die Stadt begründet die Steigerung der Gesamtbetreuungsfälle vor allem mit der aktuellen Medienberichterstattung über misshandelte Kinder, Nachbarn würden genauer hinschauen. Pro Fall zahlt die Stadt derzeit durchschnittlich 1834,72 Euro.
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