Gedenken
Rechtsextreme Gewalt: Schweigeminute auch in Halle
Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados schließt sich dem Aufruf an. Neben der Stadtverwaltung findet auch in Unternehmen, Betrieben und Behörden die Schweigeminute als Signal gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremistischen Gewalt statt. Dies geschieht zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt im Berliner Konzerthaus Am Gendarmenmarkt.
Die Diakonische Konferenz der Diakonie Mitteldeutschland tagt turnusgemäß morgen in Dessau (Anhaltische Diakonissenanstalt, Laurentiushalle) und wird während der Sitzung gemeinsam um 12 Uhr die Schweigeminute einlegen. Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten in der Diakonie Mitteldeutschland sind eingeladen, dort, wo es im Dienstablauf möglich ist, dem Aufruf zur Schweigeminute zu folgen. "Wir wollen damit ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz zu setzen", erklärt Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland. Die Schweigeminute findet zeitgleich mit einem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt.
Auch die Grünen sind dabei. Der Landesvorsitzende Sebastian Lüdecke erklärt dazu: "Wir rufen dazu auf, am Donnerstag mit einer Minute der Stille und Trauer ein Zeichen gegen Fremdenhass, Ausgrenzung und Gewalt zu setzen. Zugleich sprechen wir den Familien und Freunden der Opfer rechtsextremen Terrors unser tiefes Mitgefühl aus. Rechte Gewalt trägt viele Gesichter. Unser Schweigen bekundet unsere Solidarität mit allen Menschen, die in unserem Land wegen ihrer politischen Überzeugung, kulturellen Identität, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung von Neonazis bedroht, beleidigt und angegriffen werden. Die Gewalttaten der Zwickauer Terrorzelle machen in tragischer Weise deutlich, wie wichtig es war und bleibt, Rassismus und Rechtsextremismus entschieden entgegenzutreten und tagtäglich für eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft zu kämpfen."
Die bündnisgrüne Landesvorsitzende Cornelia Lüddemann ergänzt: "Wir rufen auch alle in Deutschland lebenden Menschen dazu auf, sich an der bundesweiten Schweigeminute zu beteiligen, die zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechter Gewalt am Donnerstag, 23. Februar, um 12.00 Uhr stattfinden wird. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen gegen den menschenverachtenden rechtsextremen Terror und vor allem ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls für die Opfer sowie ihre Familien und Freunde setzen."
Sachsen-Anhalts Justizministerin Professor Angela Kolb hat die Beteiligung der Bediensteten der Justiz in Sachsen-Anhalt an einer Schweigeminute angeregt, mit der am Donnerstag, 23. Februar, 12 Uhr, der Opfer der von rechtsextremistischen Gewalttäter verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge gedacht werden soll.
Die SPD Sachsen-Anhalt schließt sich diesem Aufruf an. Dazu erklärt Katrin Budde, SPD-Landesvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion: "Der gemeinsame Aufruf von Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsseite zeigt, dass ein breites gesellschaftliches Bündnis möglich ist, notwendig ist es in jedem Fall. Rechtsextremismus ist eine zerstörerische Kraft in unserer Gesellschaft, die auch vor Gewalt gegen Wehrlose und Andersdenkende nicht zurückschreckt. Vielmehr zeigen die terroristischen Morde der NSU, das Rechtsextreme zu allem bereit sind. Dagegen müssen alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam vorgehen. Wir appellieren daher an alle Menschen in unserem Land, sich in der ihnen möglichen Form an der Schweigeminute zu beteiligen." Andreas Steppuhn, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzender des SPD-Gewerkschaftsrats ergänzt: "Ich begrüße und unterstütze nachdrücklich diese gemeinsame Aktion von DGB und BDA. Es ist an der Zeit, ein Signal gegen menschenverachtende rechtsextreme Gewalt zu setzen und zu zeigen, dass in Deutschland Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben."
Der Aufruf von BDA und DGB im Wortlaut auf Seite 2:
weitere aktuelle Nachrichten
16° C
26° C
16° C
26° C
9° C
26° C
Klar
Temperatur: 16° C
Luftfeuchtigkeit: 77 %
Wind: O mit 21 km/h
1 Kommentar
Aus Steins Stube
1 Kommentar
RIP seid 1 Jahr bist du fort an einen anderen Ort ♥
0 Kommentare
Althallische Originale
0 Kommentare
Gut achten
6 Kommentare
Neuen Beitrag verfassen




