Donnerstag, 17. Mai 2012
Halle (Saale), 21.11.2008 05:30 | eseppelt |
Bauvorhaben
Fans, Politik und ein neues Stadion
(ens) Das Verhältnis zwischen halleschen Kommunalpolitikern und HFC-Fans war in den letzten Wochen gespannt. Grund: die Stadionfrage. Denn die Stadtverwaltung legte zwar eine Beschlussvorlage zur Sanierung des maroden Kurt-Wabbel-Stadions vor, doch mehrere Räte bemängelten die zu späte Einbringung, Fristen seien nicht eingehalten worden. Und so sahen mehrere HFC-Fans die bereitstehenden Fördermittel des Landes verfallen und organisierten eine Protestwelle. Mit einer Demonstration auf dem Marktplatz und der Präsenz in den Ausschusssitzungen machten sie deutlich, wie sehr ihnen das Stadion am Herzen liegt und wie wichtig eine Sanierung des Stadions für die Zukunft des HFC ist.
Am Donnerstagabend nun standen die Stadträte den Fußballfans zum ersten Mal in der seit fünf Jahren währenden Diskussion um einen Stadionbau in Halle Rede und Antwort. Aktive HFC-Fans hatten zur Podiumsdiskussion “Notwendiger Umbau/Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions” ins Fan-Haus am KWS eingeladen und zahlreiche Stadträte waren gekommen. Zu Beginn wurden den Räten und Fans - unterlegt mit der Filmmusik von “Spiel mir das Lied vom Tod” - Bilder vom maroden Zustand des Stadions gezeigt.
Hauptgrund dafür sicher: Am kommenden Mittwoch steht die wohl wichtigste Sitzung an: der Stadtrat entscheidet über den Grundsatzbeschluss. Und geht es nach Bodo Meerheim (Die Linke), dann dürfte die mehrheitliche Zustimmung so gut wie klar sein. “Ich bin froh das wir die Kuh quasi vom Eis haben und bin sicher, dass die Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions stattfindet.” Der Stadtrat habe seine Hausaufgaben gemacht, die Verschiebung um einen Monat habe sich gelohnt. “Denn wir haben jetzt einen stimmigen Antrag.”
Johannes Krause (SPD) bedankte sich bei den Fans für die Aktionen der letzten Wochen. “Das hat gezeigt, dass es lohnt sich zu engagieren.” Klasse sei gewesen, dass sich die Fans die teilweise mehrstündigen Ausschusssitzungen geduldig angeschaut haben. Für Krause der Beweis gelebter Demokratie. Doch die Beteiligung der Fans dürfe nicht bei der Beschlussfassung aufhören, sondern auch bei der Umsetzung sei die tatkräftige Hilfe der Fans gefordert.
Seit Mai betraut mit der Thematik Stadion ist Planungsdezernent Thomas Pohlack. Damals habe er das Projekt von Sportdezernent Eberhard Doege übernommen, der anschließend in den Ruhestand ging. Pohlack berichtete von interdisziplinären Arbeitsgruppen und Sitzungen bis Mitternacht. “Aber jetzt kann man davon ausgehen, dass der Rat zustimmen wird. Wir haben eine solide finanzielle Grundlage.” Den Fans dankte Pohlack für die Besonnenheit und Klarheit in den letzten Wochen und den Stadträten für die Zustimmung in den Ausschüssen. “Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.”
“Wenn die Entscheidung nicht fällt, ist der Fußball in Halle existenziell gefährdet”, warnte HFC-Präsident Michael Schädlich noch einmal. Doch so kurz vor dem Ziel wolle er nicht im Vergangenen wühlen. Mit Blick auf die vielen Aktionen der Fans in den letzten Wochen sagte Schädlich: “Das Fanpotenzial des HFC ist politikfähig.” Ein mühevoller Prozess neige sich nun dem Ende entgegen, denn “Das Thema Stadionsanierung beschäftigt mich schon, seit ich HFC-Präsident bin.” Doch Schädlich machte deutlich, dass nach der Entscheidung die Arbeit erst richtig losgehe. So müsse unter anderem nach einem Ausweichstandort Ausschau gehalten werden. Schädlich aber ist optimistisch, will auf einer Benefizveranstaltung im Samstag im Maritim-Hotel zwei Karten für das Eröffnungsspiel im neuen Stadion mit Sitzplatz auf der Haupttribüne zur Verfügung stellen. ”Enttäuschen Sie mich und uns am Mittwoch nicht”, rief er den Stadträten zu.
Die Antwort von Bernhard Bönisch (CDU) ist eindeutig. “Ich gehe davon aus dass wir nächste Woche einen positiven Beschluss im Stadtrat bekommen.” Allerdings bleibe es trotzdem für manche Räte noch strittig, vor allem wegen der Finanzierung, führte Bönisch aus. Er wies dabei auch noch einmal daraufhin, dass es sich zunächst um einen Grundsatzbeschluss handelt. Im März nächsten Jahres sollen dann die Planungen dem Rat zum Beschluss vorgelegt werden. “Ich hoffe noch auf eine Entscheidung im alten Stadtrat”, so Bönisch. Schließlich werde im Juni gewählt und ein neuer Stadtrat müsste sich zunächst erst einmal wieder in die Vorlagen einarbeiten.
“Unwahrscheinlich” nannte es auch Tom Wolter (MitBürger), “dass am Mittwoch eine Mehrheit gegen den Stadionbeschluss stimmt.” Die lange Beratungsfolge sei eigentlich ein Glücksfall gewesen, sonst hätte die Stadt nie die Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions in Betracht gezogen. Den Unmut der HFC-Fans hatten Wolter und seine MitBürger mit einem offenen Brief auf sich gezogen. Darin forderten sie eine finanzielle Beteiligung des HFC an Stadionbau, von 5,5 Mio. Euro war die Rede, im Finanzausschuss reduzierte Wolter die Zahl schon auf 2 Mio. Euro, während der Diskussion ließ er eine Summe ganz weg. Doch die Forderung nach einer Beteiligung des HFC blieb. Dies wäre ein Zeichen an die Stadt, das man gemeinsam etwas erreichen will. Kräftig ins Stocken geriert Wolter bei der Frage nach juristischen Auswirkungen. “Wer hat denn die Nutzungsrechte, wenn der HFC mitfinanziert”, fragte ein Fan. Eine Antwort, die Wolter nicht geben konnte. Er verteidigte allerdings noch einen die Vorschlag der MitBürger. “Wir sind eine arme Stadt und verkaufen städtische Immobilien, um das Stadion zu finanzieren”, sagt Wolter. Dabei verlange man auch von anderen Initiativen und Vereinen Eigenleistungen. Schädlich machte deutlich, dass sein Verein kolportierten Summen nicht aufbringen kann, umfasse doch der Gesamthaushalt des HFC gerade einmal 2 Mio. Euro. Es sei unfair und demotivierend solche Ziele zu setzen, die man nicht erreichen könne. “Wir können nicht versprechen, uns mit der Summe an einer Sanierung zu beteiligen. Das wäre eine Lüge. Wir können aber versprechen, uns den Arsch aufzureißen.” Außerdem werde das Stadion der Stadt Halle, und nicht das des HFC gebaut. Die Summe von 5,5 Mio. Euro hätte sie schockiert, sagte Helga Noffke. Und SPD-Stadtrat Johannes Krause erklärte, selbst wenn der HFC das Geld hätte solle er es lieber in die Mannschaft stecken, und erntete dafür kräftigen Applaus. Doch auch die Fans seien gefordert. Sie müssten dafür sorgen, dass jedes menschenfeindliche Bild aus dem Stadion verbannt wird.
Viele Fans interessierte natürlich auch, wann das neue Stadion fertig ist. “Unter Vorbehalt: Im Frühjahr 2011 kann man mit einem funktionsfähigen Stadion rechnen”, erklärte Planungsdezernent Thomas Pohlack. Möglich sei beispielsweise die derzeit in Dresden praktizierte Form der Stadionsanierung. Das könnte wohl auch Thema in den anstehenden Beratungen sein. Denn jetzt gehe erst einmal die Hauptarbeit los, so Pohlack. “Wir müssen uns noch über den Bauablauf unterhalten.” Bis März sollen Details vorliegen.
Ein wichtiger Punkt dabei wir auch ein Betreibermodell sein. Hier müsse die Stadt ein Modell entwickeln, an dem sich der HFC nicht verschluckt, so Schädlich. Nils Jahnke forderte deshalb auch eine stärkere Einbeziehung der Fans in den Planungsprozess. “Das ist auch unser Ziel”, entgegnete Pohlack. So wolle man kein Geld für Berater ausgeben, die nur von Außen etwas überstülpen. Doch er appellierte an die Fans und Stadträte, an der Sache auch dranzubleiben. “Denn in der jetzigen Situation weckt es Begehrlichkeiten”, warnte Pohlack vor dem angeschlagenen Haushalt. So könnte jemand auf die Idee kommen, die für die Stadionsanierung vorgesehenen Gelder für die Haushaltskonsolidierung zu nutzen.
Petra Sitte (Die Linke) wies noch einmal daraufhin, dass die Stadträte derzeit vielen schwierigen Entscheidungen ausgesetzt seien. Vereine würden wegen der Kürzung der Freiwilligen Leistungen demonstrieren, die Staatskapelle wegen drohender Entlassungen. “Wir müssen uns entscheiden.” Das jetzt von der Verwaltung vorgelegte Konzept für das Stadion sei schlüssig. Und so warb Sitte noch einmal um Verständnis für die Wartezeit bis zur Entscheidung. “Wir wollten ein Konzept für das Stadion, das nicht so endet wie am Hufeisensee.”
Bodo Meerheim stand die letzten Wochen mehrfach im Kreuzfeuer, nicht unschuldig daran waren die Printmedien, wie er erläuterte. So wäre es ihm nie darum gegangen, Hallensportarten und Fußball gegeneinander auszuspielen, eine Entscheidung zwischen Stadion oder Ballsporthalle herbeizuführen. “Wir wollen immer beides.” In Schutz genommen wurde Meerheim vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Bönisch. Das ist den Medien kolportierte Parteiengezänk habe es nicht gegeben. Denn Gegner gebe es in jeder Fraktion. “Die sind aber in der Minderheit”, so Meerheim. Er machte auch noch einmal deutlich, dass man wohl nach finanzpolitischen Argumenten nicht zugestimmt hätte. “Aber wir haben eine sportpolitische Entscheidung gefällt.” Dabei warnte er auch davor, Sport gegen Kinder, Kultur oder Schule auszuspielen.
Am Samstag treffen sich die Fans auf dem Marktplatz noch einmal zu einer Demonstration, um noch einmal ein deutliches Zeichen vor dem Stadtrat nächste Woche zu setzen. Um elf Uhr geht es los, anschließend ziehen die Fans zum Sandanger. Dort trifft die B-Jugend des HFC auf Hertha BSC Berlin. Ziel wird am Ende das Kurt-Wabbel-Stadion sein, wo der Hallesche FC um 13.30 Uhr auf den Hamburger SV II. Wetterbedingt könnte das Spiel noch abgesagt werden. “Aber die Demo findet trotzdem statt”, sagte HFC-Präsident Schädlich.
Am Donnerstagabend nun standen die Stadträte den Fußballfans zum ersten Mal in der seit fünf Jahren währenden Diskussion um einen Stadionbau in Halle Rede und Antwort. Aktive HFC-Fans hatten zur Podiumsdiskussion “Notwendiger Umbau/Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions” ins Fan-Haus am KWS eingeladen und zahlreiche Stadträte waren gekommen. Zu Beginn wurden den Räten und Fans - unterlegt mit der Filmmusik von “Spiel mir das Lied vom Tod” - Bilder vom maroden Zustand des Stadions gezeigt.
Hauptgrund dafür sicher: Am kommenden Mittwoch steht die wohl wichtigste Sitzung an: der Stadtrat entscheidet über den Grundsatzbeschluss. Und geht es nach Bodo Meerheim (Die Linke), dann dürfte die mehrheitliche Zustimmung so gut wie klar sein. “Ich bin froh das wir die Kuh quasi vom Eis haben und bin sicher, dass die Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions stattfindet.” Der Stadtrat habe seine Hausaufgaben gemacht, die Verschiebung um einen Monat habe sich gelohnt. “Denn wir haben jetzt einen stimmigen Antrag.”
Johannes Krause (SPD) bedankte sich bei den Fans für die Aktionen der letzten Wochen. “Das hat gezeigt, dass es lohnt sich zu engagieren.” Klasse sei gewesen, dass sich die Fans die teilweise mehrstündigen Ausschusssitzungen geduldig angeschaut haben. Für Krause der Beweis gelebter Demokratie. Doch die Beteiligung der Fans dürfe nicht bei der Beschlussfassung aufhören, sondern auch bei der Umsetzung sei die tatkräftige Hilfe der Fans gefordert.
Seit Mai betraut mit der Thematik Stadion ist Planungsdezernent Thomas Pohlack. Damals habe er das Projekt von Sportdezernent Eberhard Doege übernommen, der anschließend in den Ruhestand ging. Pohlack berichtete von interdisziplinären Arbeitsgruppen und Sitzungen bis Mitternacht. “Aber jetzt kann man davon ausgehen, dass der Rat zustimmen wird. Wir haben eine solide finanzielle Grundlage.” Den Fans dankte Pohlack für die Besonnenheit und Klarheit in den letzten Wochen und den Stadträten für die Zustimmung in den Ausschüssen. “Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.”
“Wenn die Entscheidung nicht fällt, ist der Fußball in Halle existenziell gefährdet”, warnte HFC-Präsident Michael Schädlich noch einmal. Doch so kurz vor dem Ziel wolle er nicht im Vergangenen wühlen. Mit Blick auf die vielen Aktionen der Fans in den letzten Wochen sagte Schädlich: “Das Fanpotenzial des HFC ist politikfähig.” Ein mühevoller Prozess neige sich nun dem Ende entgegen, denn “Das Thema Stadionsanierung beschäftigt mich schon, seit ich HFC-Präsident bin.” Doch Schädlich machte deutlich, dass nach der Entscheidung die Arbeit erst richtig losgehe. So müsse unter anderem nach einem Ausweichstandort Ausschau gehalten werden. Schädlich aber ist optimistisch, will auf einer Benefizveranstaltung im Samstag im Maritim-Hotel zwei Karten für das Eröffnungsspiel im neuen Stadion mit Sitzplatz auf der Haupttribüne zur Verfügung stellen. ”Enttäuschen Sie mich und uns am Mittwoch nicht”, rief er den Stadträten zu.
Die Antwort von Bernhard Bönisch (CDU) ist eindeutig. “Ich gehe davon aus dass wir nächste Woche einen positiven Beschluss im Stadtrat bekommen.” Allerdings bleibe es trotzdem für manche Räte noch strittig, vor allem wegen der Finanzierung, führte Bönisch aus. Er wies dabei auch noch einmal daraufhin, dass es sich zunächst um einen Grundsatzbeschluss handelt. Im März nächsten Jahres sollen dann die Planungen dem Rat zum Beschluss vorgelegt werden. “Ich hoffe noch auf eine Entscheidung im alten Stadtrat”, so Bönisch. Schließlich werde im Juni gewählt und ein neuer Stadtrat müsste sich zunächst erst einmal wieder in die Vorlagen einarbeiten.
“Unwahrscheinlich” nannte es auch Tom Wolter (MitBürger), “dass am Mittwoch eine Mehrheit gegen den Stadionbeschluss stimmt.” Die lange Beratungsfolge sei eigentlich ein Glücksfall gewesen, sonst hätte die Stadt nie die Sanierung des Kurt-Wabbel-Stadions in Betracht gezogen. Den Unmut der HFC-Fans hatten Wolter und seine MitBürger mit einem offenen Brief auf sich gezogen. Darin forderten sie eine finanzielle Beteiligung des HFC an Stadionbau, von 5,5 Mio. Euro war die Rede, im Finanzausschuss reduzierte Wolter die Zahl schon auf 2 Mio. Euro, während der Diskussion ließ er eine Summe ganz weg. Doch die Forderung nach einer Beteiligung des HFC blieb. Dies wäre ein Zeichen an die Stadt, das man gemeinsam etwas erreichen will. Kräftig ins Stocken geriert Wolter bei der Frage nach juristischen Auswirkungen. “Wer hat denn die Nutzungsrechte, wenn der HFC mitfinanziert”, fragte ein Fan. Eine Antwort, die Wolter nicht geben konnte. Er verteidigte allerdings noch einen die Vorschlag der MitBürger. “Wir sind eine arme Stadt und verkaufen städtische Immobilien, um das Stadion zu finanzieren”, sagt Wolter. Dabei verlange man auch von anderen Initiativen und Vereinen Eigenleistungen. Schädlich machte deutlich, dass sein Verein kolportierten Summen nicht aufbringen kann, umfasse doch der Gesamthaushalt des HFC gerade einmal 2 Mio. Euro. Es sei unfair und demotivierend solche Ziele zu setzen, die man nicht erreichen könne. “Wir können nicht versprechen, uns mit der Summe an einer Sanierung zu beteiligen. Das wäre eine Lüge. Wir können aber versprechen, uns den Arsch aufzureißen.” Außerdem werde das Stadion der Stadt Halle, und nicht das des HFC gebaut. Die Summe von 5,5 Mio. Euro hätte sie schockiert, sagte Helga Noffke. Und SPD-Stadtrat Johannes Krause erklärte, selbst wenn der HFC das Geld hätte solle er es lieber in die Mannschaft stecken, und erntete dafür kräftigen Applaus. Doch auch die Fans seien gefordert. Sie müssten dafür sorgen, dass jedes menschenfeindliche Bild aus dem Stadion verbannt wird.
Viele Fans interessierte natürlich auch, wann das neue Stadion fertig ist. “Unter Vorbehalt: Im Frühjahr 2011 kann man mit einem funktionsfähigen Stadion rechnen”, erklärte Planungsdezernent Thomas Pohlack. Möglich sei beispielsweise die derzeit in Dresden praktizierte Form der Stadionsanierung. Das könnte wohl auch Thema in den anstehenden Beratungen sein. Denn jetzt gehe erst einmal die Hauptarbeit los, so Pohlack. “Wir müssen uns noch über den Bauablauf unterhalten.” Bis März sollen Details vorliegen.
Ein wichtiger Punkt dabei wir auch ein Betreibermodell sein. Hier müsse die Stadt ein Modell entwickeln, an dem sich der HFC nicht verschluckt, so Schädlich. Nils Jahnke forderte deshalb auch eine stärkere Einbeziehung der Fans in den Planungsprozess. “Das ist auch unser Ziel”, entgegnete Pohlack. So wolle man kein Geld für Berater ausgeben, die nur von Außen etwas überstülpen. Doch er appellierte an die Fans und Stadträte, an der Sache auch dranzubleiben. “Denn in der jetzigen Situation weckt es Begehrlichkeiten”, warnte Pohlack vor dem angeschlagenen Haushalt. So könnte jemand auf die Idee kommen, die für die Stadionsanierung vorgesehenen Gelder für die Haushaltskonsolidierung zu nutzen.
Petra Sitte (Die Linke) wies noch einmal daraufhin, dass die Stadträte derzeit vielen schwierigen Entscheidungen ausgesetzt seien. Vereine würden wegen der Kürzung der Freiwilligen Leistungen demonstrieren, die Staatskapelle wegen drohender Entlassungen. “Wir müssen uns entscheiden.” Das jetzt von der Verwaltung vorgelegte Konzept für das Stadion sei schlüssig. Und so warb Sitte noch einmal um Verständnis für die Wartezeit bis zur Entscheidung. “Wir wollten ein Konzept für das Stadion, das nicht so endet wie am Hufeisensee.”
Bodo Meerheim stand die letzten Wochen mehrfach im Kreuzfeuer, nicht unschuldig daran waren die Printmedien, wie er erläuterte. So wäre es ihm nie darum gegangen, Hallensportarten und Fußball gegeneinander auszuspielen, eine Entscheidung zwischen Stadion oder Ballsporthalle herbeizuführen. “Wir wollen immer beides.” In Schutz genommen wurde Meerheim vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Bönisch. Das ist den Medien kolportierte Parteiengezänk habe es nicht gegeben. Denn Gegner gebe es in jeder Fraktion. “Die sind aber in der Minderheit”, so Meerheim. Er machte auch noch einmal deutlich, dass man wohl nach finanzpolitischen Argumenten nicht zugestimmt hätte. “Aber wir haben eine sportpolitische Entscheidung gefällt.” Dabei warnte er auch davor, Sport gegen Kinder, Kultur oder Schule auszuspielen.
Am Samstag treffen sich die Fans auf dem Marktplatz noch einmal zu einer Demonstration, um noch einmal ein deutliches Zeichen vor dem Stadtrat nächste Woche zu setzen. Um elf Uhr geht es los, anschließend ziehen die Fans zum Sandanger. Dort trifft die B-Jugend des HFC auf Hertha BSC Berlin. Ziel wird am Ende das Kurt-Wabbel-Stadion sein, wo der Hallesche FC um 13.30 Uhr auf den Hamburger SV II. Wetterbedingt könnte das Spiel noch abgesagt werden. “Aber die Demo findet trotzdem statt”, sagte HFC-Präsident Schädlich.
Dieser Text ist mir was wert:
Permalink: http://www.halleforum.de/go/17640
weitere aktuelle Nachrichten
2° C
16° C
3° C
12° C
9° C
18° C
Aktuell:
Bewölkt
Temperatur: 6° C
Luftfeuchtigkeit: 87 %
Wind: W mit 14 km/h
05:14
21:03
Bewölkt
Temperatur: 6° C
Luftfeuchtigkeit: 87 %
Wind: W mit 14 km/h
Leserfavoriten
1
Post am Bahnhof macht dicht
16.05.2012 | Aktuelles
2
Kohlschütter Straße: Stadt verteidigt Parkregime
15.05.2012 | Aktuelles
3
Europaweite Ausschreibung für neue S-Bahn-Verbindungen um Halle
15.05.2012 | Aktuelles
4
Halles Sozialkaufhäuser brauchen Unterstützung
16.05.2012 | Vermischtes
5
Bildhauer Beberniß ist tot
16.05.2012 | Kultur
Letzte Einträge in den Blogs
Aus Steins Stube1 Kommentar
RIP seid 1 Jahr bist du fort an einen anderen Ort ♥
0 Kommentare
Althallische Originale
0 Kommentare
Gut achten
6 Kommentare
Abtreibung!
3 Kommentare
Neuen Beitrag verfassen






