Donnerstag, 17. Mai 2012
Halle (Saale), 03.02.2012 14:54 | Thomas1971 |
Handball
Wildcats: Hält die Serie?
(tbr) An diesem Sonntag, 05.02.2012, 16 Uhr, empfangen die "Wildcats" des SV UNION Halle-Neustadt in der Universitätssporthalle Selkestraßen den Erstligaabsteiger und derzeit Tabellenvierten SG BBM Bietigheim. Wie das HalleForum.de bereits berichtete, war dieses Spiel ursprünglich für den 25.03.2012 vorgesehen, doch ein Vier-Länder-Turnier der Juniorinnen-Handball-Nationalmannschaft in Portugal, bei dem man sich auf die zu Ostern stattfindenden Qualifikationsspiele zur Juniorinnen-WM in Tschechien (01.-15.07.2012) vorbereitet, machte die Vorverlegung dieser Partie erforderlich.
Erfreulich für Halle: Torhüterin Anne Voigt sowie die Zwillinge Jacqueline und Stefanie Hummel werden zumindest an der Vorbereitung auf die WM teilnehmen, ehe der endgültige Kader für die WM-Qualifkation festgelegt wird.
Und diese drei erst zu Saisonbeginn bzw. im Dezember zu den "Wildcats" zugestoßenen "Nachwuchs"-Spielerinnen aus Leipzig haben sich zusehends zu wichtigen Stützen der zuletzt arg abstiegsbedrohten Zweitligahandballerinnen entwickelt.
Voigt kam erst Anfang Dezember als Ersatz für die aus beruflichen Gründen die "Wildcats" verlassende Torfrau Janice Fleischer, und puppte sich bisher nicht nur als "Ersatz" heraus. Nein, denn in den Heimspielen gegen Wismar und Wolfsburg trugen ihre Paraden zum Erfolg bei. Während sich in der vergangenen Saison die beiden Torfrauen Fleischer und Juliane Nagel, die zu Saisonbeginn zum Regionalligisten Spreefüxxe Berlin wechselte, die Einsätze nahezu paritätisch teilten, avancierte Voigt zwischenzeitlich zur Stammtorhüterin – und dies mit erst 19 Jahren.
Jacqueline Hummel (20 Jahre, #13) steht regelmäßig in der Startformation und liegt in der teaminternen Torstatistik mit 69/16 Toren bereits auf Platz Zwei hinter Monic Burde (93/3) und vor Jurate Kiskyte (65/23), beides Führungsspielerinnen des SV UNION. Ihre 13/4 Tore im Spiel in Zwickau stellen dabei sogar Saisonrekord dar.
Ihre Zwillingsschwester Stefanie (#2) scheint dagegen etwas abzufallen, doch bewies sie gerade im Spiel am letzten Sonntag Nervenstärke, als sie in den letzten zwei Minuten des Spiels gegen Wolfsburg die letzten beiden Treffer zum 30:28 erzielte. Sicher, man kann nie sagen, dass ein einzelner Treffer einer einzelnen Spielerin zu Sieg oder Niederlage beiträgt, letzten Endes alle Treffer und auch die verhinderten des Gegners entscheidend sind. Aber dennoch stand das Spiel in der 58. Minute, als sich die Wolfsburgerinnen nach einem 7:1-Lauf zum 28:28-Ausgleich herangearbeitet hatten, auf der Kippe. Und in dieser Situation muss man Nerven behalten und entschlossen handeln, und daran ist schon mancher gescheitert.
Insofern muss einmal herausgehoben werden, dass es bei den "Wildcats" zwar dominierende Torschützinnen gibt, wie Burde, Kiskyte, die Hummel-Zwillinge, Cichy, Fialekova und, nicht zu vergessen, die verletzte Eileen Uhlig, aber ebenso in der Regel sieben bis acht Spielerinnen pro Spiel sich in die Trefferliste eintragen. Und dies bei einem Kader von zurzeit elf einsatzfähigen Feldspielerinnen.
Und es sind dabei, und dies ist erfreulich, auch die jungen Spielerinnen, die sich zunehmend in Szene setzen und zum Erfolg mit beitragen. Thea Schwarz (19 Jahre) zum Beispiel, die als kleiner Wirbelwind agiert und früh und eng die Gegnerinnen attackiert, jede sich bietende Chance für einen Tempogegenstoß nutzt, wenn sie auch als Rechtshänderin auf der zumeist rechten Seite einen schweren Stand hat, die Bälle im Tor zu versenken. Aber die Dabeigewesenen werden sich sicher an den frechen Heber in der 5. Minute zum 3:2 im Spiel gegen Wismar erinnern.
Oder Linkshänderin Fabienne Kracht (18 Jahre), die zu Saisonbeginn im Auftaktspiel in Bensheim sowie gegen Harrislee auffiel. Leider verletzte sie sich letzten Sonntag am Knöchel, so dass ihr Einsatz an diesem Wochenende noch fraglich ist.
Nun wartet also die SG BBM Bietigheim auf die "Wildcats", gegen die sie im Hinspiel in Bietigheim dank des Treffers von Sabrina Cichy zum 35:35 (18:15) 14 Sekunden vor Schluss des Spiels ihren ersten Auswärtspunkt ertrotzten. Und dies wird die Bietigheimerinnen mehr als nur wurmen, denn eigentlich sah es seinerzeit trotz des 15:18-Halbzeitstandes, einem 5:0-Lauf zum 20:18 nach der Halbzeitpause und einem Stand von 30:25 (48.) klar nach einem Heimsieg aus. Doch Moral, Kampfgeist und eine Umstellung in der Verteidigung der Hallenserinnen sorgten für eine erneute Wende.
Ob es auch dieses Mal eine Achterbahnfahrt mit insgesamt 70 Toren wird? Und vor allem: Hält die Serie von drei gewonnenen Heimspielen?
Zu wünschen wäre es den "Wildcats" und ihren Fans.
Erfreulich für Halle: Torhüterin Anne Voigt sowie die Zwillinge Jacqueline und Stefanie Hummel werden zumindest an der Vorbereitung auf die WM teilnehmen, ehe der endgültige Kader für die WM-Qualifkation festgelegt wird.
Und diese drei erst zu Saisonbeginn bzw. im Dezember zu den "Wildcats" zugestoßenen "Nachwuchs"-Spielerinnen aus Leipzig haben sich zusehends zu wichtigen Stützen der zuletzt arg abstiegsbedrohten Zweitligahandballerinnen entwickelt.
Voigt kam erst Anfang Dezember als Ersatz für die aus beruflichen Gründen die "Wildcats" verlassende Torfrau Janice Fleischer, und puppte sich bisher nicht nur als "Ersatz" heraus. Nein, denn in den Heimspielen gegen Wismar und Wolfsburg trugen ihre Paraden zum Erfolg bei. Während sich in der vergangenen Saison die beiden Torfrauen Fleischer und Juliane Nagel, die zu Saisonbeginn zum Regionalligisten Spreefüxxe Berlin wechselte, die Einsätze nahezu paritätisch teilten, avancierte Voigt zwischenzeitlich zur Stammtorhüterin – und dies mit erst 19 Jahren.
Jacqueline Hummel (20 Jahre, #13) steht regelmäßig in der Startformation und liegt in der teaminternen Torstatistik mit 69/16 Toren bereits auf Platz Zwei hinter Monic Burde (93/3) und vor Jurate Kiskyte (65/23), beides Führungsspielerinnen des SV UNION. Ihre 13/4 Tore im Spiel in Zwickau stellen dabei sogar Saisonrekord dar.
Ihre Zwillingsschwester Stefanie (#2) scheint dagegen etwas abzufallen, doch bewies sie gerade im Spiel am letzten Sonntag Nervenstärke, als sie in den letzten zwei Minuten des Spiels gegen Wolfsburg die letzten beiden Treffer zum 30:28 erzielte. Sicher, man kann nie sagen, dass ein einzelner Treffer einer einzelnen Spielerin zu Sieg oder Niederlage beiträgt, letzten Endes alle Treffer und auch die verhinderten des Gegners entscheidend sind. Aber dennoch stand das Spiel in der 58. Minute, als sich die Wolfsburgerinnen nach einem 7:1-Lauf zum 28:28-Ausgleich herangearbeitet hatten, auf der Kippe. Und in dieser Situation muss man Nerven behalten und entschlossen handeln, und daran ist schon mancher gescheitert.
Insofern muss einmal herausgehoben werden, dass es bei den "Wildcats" zwar dominierende Torschützinnen gibt, wie Burde, Kiskyte, die Hummel-Zwillinge, Cichy, Fialekova und, nicht zu vergessen, die verletzte Eileen Uhlig, aber ebenso in der Regel sieben bis acht Spielerinnen pro Spiel sich in die Trefferliste eintragen. Und dies bei einem Kader von zurzeit elf einsatzfähigen Feldspielerinnen.
Und es sind dabei, und dies ist erfreulich, auch die jungen Spielerinnen, die sich zunehmend in Szene setzen und zum Erfolg mit beitragen. Thea Schwarz (19 Jahre) zum Beispiel, die als kleiner Wirbelwind agiert und früh und eng die Gegnerinnen attackiert, jede sich bietende Chance für einen Tempogegenstoß nutzt, wenn sie auch als Rechtshänderin auf der zumeist rechten Seite einen schweren Stand hat, die Bälle im Tor zu versenken. Aber die Dabeigewesenen werden sich sicher an den frechen Heber in der 5. Minute zum 3:2 im Spiel gegen Wismar erinnern.
Oder Linkshänderin Fabienne Kracht (18 Jahre), die zu Saisonbeginn im Auftaktspiel in Bensheim sowie gegen Harrislee auffiel. Leider verletzte sie sich letzten Sonntag am Knöchel, so dass ihr Einsatz an diesem Wochenende noch fraglich ist.
Nun wartet also die SG BBM Bietigheim auf die "Wildcats", gegen die sie im Hinspiel in Bietigheim dank des Treffers von Sabrina Cichy zum 35:35 (18:15) 14 Sekunden vor Schluss des Spiels ihren ersten Auswärtspunkt ertrotzten. Und dies wird die Bietigheimerinnen mehr als nur wurmen, denn eigentlich sah es seinerzeit trotz des 15:18-Halbzeitstandes, einem 5:0-Lauf zum 20:18 nach der Halbzeitpause und einem Stand von 30:25 (48.) klar nach einem Heimsieg aus. Doch Moral, Kampfgeist und eine Umstellung in der Verteidigung der Hallenserinnen sorgten für eine erneute Wende.
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